Jusos Werra-Meißner

Mahnwache in Eschwege

Wer Wut und Unwahrheiten in einen Topf  steckt, bekommt keine Volkspartei heraus, sondern eine Partei, welche als Brandstifter fungiert!

Am 19. Februar.  2020 sind wir Zeugen eines fürchterlichen Attentats in Hanau geworden. Wir haben uns heute hier versammelt, um den Opfern zu gedenken und daran zu erinnern, dass wir in einer Gesellschaft leben, die zurzeit einen harten Kampf erleidet. Das war nicht ein Angriff auf uns alle, sondern ganz perfide ein Angriff gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen in unserer Gesellschaft. In Hanau sind insgesamt 11 Menschen gestorben, darunter war der rechtsextreme Attentäter Tobias Rathjen und seine Mutter, welche er ebenfalls ermordete. Es handelt sich bei den Opfern überwiegend um Menschen mit Migrationshintergrund, nicht um Fremde, welche erst angekommen sind. Das war keine Fremdenfeindliche, sondern eine durchweg rassistische Tat! Und wir müssen das Kind auch bei Namen nennen, das war kein bedauernswerter Einzelfall, sondern einer von vielen Rechtsterroristischen Anschlägen, wie wir es leider bereits in Halle gesehen haben und wie wir leider auch bei unserem verstorbenen Regierungspräsidenten, Walter Lübke sehen müssen.  Er hat sich gegen Menschen gerichtet, welche eine andere Religion, Hautfarbe oder Muttersprache besitzen. Wir alle kennen jemanden, auf dem diese Beschreibung zutrifft, vielleicht sind wir selbst auch betroffen. Der Kampf gegen Rassismus geht uns alle an! Es gibt eine Partei, welche behauptet, dass der Nationalsozialismus nur ein Vogelschiss in deutscher Geschichte sei, welche behauptet, dass wir eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad benötigen, welche behauptet, dass wir Teile unserer Volksgemeinschaft verlieren werden, welche zu schwach seien. Es gibt von uns aber darauf auch eine ganz klare Meinung: „Nicht mit uns, nicht mit unserem Wissen, nicht ohne unseren Widerstand!“ Wir sind eine Gesellschaft, welche verletzbar ist, welche gepflegt werden möchte und welche von Feinden unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft bedroht wird. Wir sind der Schutzwall gegen den Faschismus, welcher unsere Gesellschaft zerreißen möchte, beginnend mit Attentaten auf einzelne Gruppen unserer Gemeinschaft. Wer Wut und Unwahrheiten in einem Topf zusammenbraut, bekommt keine Volkspartei heraus, sondern eine Partei, welche als Brandstifter für rechtsextreme Vollidioten wie Tobias Rathjen fungiert. Innerhalb eines Jahres sind die rechtsextremen Terroranschläge immer häufiger vorgefallen und doch reagieren auch die Medien kaum darauf. Meist werden diese Nachrichten ein paar Tage aufrechterhalten, aber ein Islamistischer Terroranschlag heizt eben doch die Gemüter besser auf und verkauft sich besser! Ich habe mich oft gefragt, eigentlich seit ich mich aktiv für andere Menschen einsetze, wie man dem ganzen entgegenwirken kann und ich habe darauf nur eine Antwort! Kein Fußbreit Platz den Faschisten! Wir müssen um jeden Millimeter, den sie uns nehmen wollen, kämpfen! Nicht nur für uns selbst, die vielleicht betroffen sind, sondern auch für die, die sich nicht wehren können! Die, die bereits seit Kindesalter damit zu kämpfen haben! Allein, da ist jeder Schwach, jede Schülerin und jeder Schüler, jede Lehrerin und jeder Lehrer, jede Politikerin und jeder Politiker und jede Bürgerin und jeder Bürger. Aber Gemeinsam, wir alle, können wir vielleicht Keine Berge versetzen, aber wir können eins sein:

Gegen Hass und Hetze! Gegen Faschismus in jeder Form! Gegen Diskriminierung! Und vor allem können wir wirklich mal damit anfangen, solidarisch miteinander zu leben!

Junge Sozialisten in der SPD